Viele glauben, dass das Ende der Offenbarung eine Beschreibung des „ewigen“ Himmels oder der „Ewigkeit“ ist, den wir nach der Auferstehung erleben werden und dass danach nichts mehr kommt. Hier, so wird oft gedacht, sind wir am Ziel und alles ist gut. Ist das wirklich so?

Johannes beschreibt in Offenbarung 21,1 zwar „einen neuen Himmel und eine neue Erde“, aber er sieht die „Heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel herabkommen“. Das Neue Jerusalem ist also nicht der Himmel an sich, sondern es entstammt lediglich dem Himmel. Auf den 12 Toren der Stadtmauer sind die Namen der 12 Stämme der Söhne Israels geschrieben (Offb. 21,12). Die Braut (Offb. 21,9), um die es hier geht, ist in der Bibel zudem immer ein Symbol für das Volk Israel (z.B. Jes.54,6). Auf der neuen Erde erfüllt sich also immer noch die Verheißung an Israel, die Völker zu segnen (1. Mose 12,3).

Wir, die Gemeinde Christi, sind zu diesem Zeitpunkt schon entrückt (1. Thess. 4,14-17; Eph.1,12f). Wir haben ja auch keine irdische Erwartung, sondern eine himmlische (siehe hier).

Die Krönung aller Zeiten wird also nicht in der Offenbarung geschildert, sondern in 1. Korinther 15, das zeitlich nach dem letzten Kapitel der Offenbarung einzuordnen ist. Der Apostel Paulus, der Schreiber des Korintherbriefs, durfte weiter sehen als Johannes, der Autor der Offenbarung. So ist in der Offenbarung noch von der Herrschaft Christi mit seinem Volk Israel über die Nationen die Rede, während in der Vollendung nach 1. Kor. 15  jegliche Herrschaft aufgehoben sein wird. Außerdem gibt es auch auf der neuen Erde noch Tod und Vergänglichkeit, während dies in der Vollendung nicht mehr der Fall sein wird:

Offenbarung
  1. Korinther 
22:5 Israel herrscht (Dan. 7,18+27). 15:24 Jede Herrschaft wird aufgehoben sein.
21:24
Es gibt noch Könige auf der Erde.


21:5
Christus sitzt auf dem Thron
15:25
Denn Er (Christus) muss als König herrschen bis Er alle seine Feinde unter Seine Füße legen wird.




15:28
Wenn Ihm aber das All untergeordnet ist, dann wird auch der Sohn Selbst [Gott] untergeordnet sein.




15:24
Jede Herrschaft wird aufgehoben sein
21:8
See des Feuers ( = zweiter Tod) existiert noch
15:27
Der Tod ist als letzter Feind abgetan
22:2 Blätter dienen der Genesung (was auf einen sterblichen Körper hindeutet)15:44Gesät wird ein seelischer Körper (aus Fleisch und Blut), auferweckt ein geistlicher Körper (der keine Nahrung mehr benötigt).
21:12, 14, 24Israel ist von den Nationen getrennt und genießt noch Bevorzugung.15:24Es gibt keine Trennung mehr zwischen Israel und den Nationen
Fazit:Ein noch gegenständlicher Ort, ähnlich unserer Erde, mit dem Unterschied, dass Christus regiert und das Böse fernhält (22:14-15).

Dies ist die Beschreibung des letzten Zeitalters (Äons).



Ein geistlich geprägter Zustand; es gibt weder Tod noch andere Feinde, weder Sünde noch Herrschaft aller Art. Alle Menschen leben. Gott ist am Ziel seines Heilsplans angelangt, Er ist alles in allen (1. Kor. 15:28).

Dies ist die Beschreibung der Vollendung, nach dem Ende aller Zeiten.

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