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Hölle oder Aussöhnung?

en:Herrad of Landsberg [Public domain], via Wikimedia Commons

Allaussöhnung bezeichnet eine Auslegung der Bibel, nach der sich letztlich Gott mit den Menschen und die Menschen sich mit Gott versöhnen werden, also eine gegenseitige Versöhnung aller Geschöpfe mit dem Schöpfer stattfindet. Dies wurde erst durch die Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi möglich. Die Sicht der Allaussöhnung steht im Gegensatz zur Lehre vom doppelten Ausgang („Himmel und Hölle“, Höllenlehre) und zur Lehre des Annihilationismus (Vernichtung statt Qualhölle).

Der Begriff Allaussöhnung entstammt der neutestamentlichen Aussage, dass Gott in Zukunft „das All mit sich aussöhnen“ wird. (Kol. 1,20). Zentral in diesem Zitat ist das Verb „aussöhnen von allem“ (gr. apokatallasso pas: Strong 604), im Gegensatz zu „versöhnen“ (gr. katallasso) oder “sühnen“ (gr. hilaskomai). „Apokatallasso pas“ kann nach Wortteilen übersetzt mit „Herab-ab-ändern des Alls“ wiedergegeben werden.

Biblische Begründung

Allaussöhnung beschreibt den Ausgang der Menschheitsgeschichte und bildet den Abschluss der Heilsgeschichte, durch die Gott Sein Heil bewirkt.

Die Allaussöhnung ist geschehen, wenn sich erfüllt hat: „Alles hat sich Christus untergeordnet“ (1. Kor. 15,25-28, siehe auch Kol. 1,15-17, Eph.1,9-23, Phil. 3,21), „damit in dem Namen Jesu sich jedes Knie beuge“ und jede Zunge huldige: „Herr ist Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters“ (Phil. 2,11, Jes. 45,23-24), was nur in Heiligem Geist möglich ist (1. Kor. 12,3). Jeder Mensch wird somit Jesus als Herrn erkannt haben, womit der Weg zu einer Aussöhnung frei ist. Darin kann man sich auf „den lebendigen Gott verlassen, welcher der Retter aller Menschen ist“ (1. Tim. 4,10, siehe auch 1. Tim. 2,4 und 2. Petrus 3,9). Das Ziel der Menschheitsgeschichte aus Gottes Sicht ist also die Ehre und Verherrlichung Seiner selbst durch alle Menschen und nicht die Erlösung Einzelner.

Grundlage

Allaussöhnung wurde erst durch den Tod und die Auferstehung Jesu möglich: „Demnach nun, wie es durch die eine Kränkung Adams für alle Menschen zur Verurteilung kam, so kommt es auch durch den einen Rechtsspruch durch Jesu Tod für alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens“ (Römer 5,18; 1. Kor. 15,22). Das Agieren Gottes wird in diesem Heilsverständnis als ausschlaggebend gesehen, nicht das Reagieren des Menschen. Es umschließt auch den Widerstand der Menschen auf dem Weg hin zum Ziel (Römer 11,32).

Verlauf der Heilsgeschichte

Als Weg zu diesem Ziel Gottes wird für bis dahin ungläubig gebliebene Menschen das letzte Gericht gesehen. Diese werden nach Offenbarung 20,11 ff. auferstehen, um vor dem „großen weißen Thron“ gerichtet zu werden, entsprechend ihrer Werke (Offb. 20,13). “Gericht“ wird dabei im Sinn einer „Ausrichtung“, „Richtigens“ oder „Rechtmachens“ als eine Maßnahme gesehen, durch die nach göttlicher Rechtsnorm, aufgrund der Gerechtigkeit Gottes, die Zurechtbringung des Menschen erfolgt (Psalmen 37,33; 82,3; Sach. 7,9; 5. Mose 16,18, Joh.5,22f.). Sie werden dort Jesus als Ihren Herrn erkennen können und glauben (=vertrauen) Ihm damit. Nach diesem Gericht kommen sie in den „zweiten Tod: den See des Feuers“ (Offb. 20,15). Es wird darauf hingewiesen, dass von Qualen für Menschen im Zusammenhang mit dem zweiten Tod in der Bibel keine Rede ist (die Vorstellung einer Qualhölle ist unbiblisch, s.u.). Oft wird „Feuersee“ dabei als Bild für die reinigende Präsenz Gottes gesehen; denn in u.a. Heb. 12,29 ist die Rede davon, dass Gott selbst „verzehrendes Feuer“ ist und 1. Kor. 3,15 deutet an, dass somit schlechte Werke – also die Sünden, nicht aber die Sünder – verbrannt werden. Nach dem Abschluss aller Äonen wird auch dieser Tod, als letzter aller Feinde Gottes, unwirksam gemacht (1. Kor. 15,26) und somit dieser Zustand beendet. Dann wird Gott „alles in allen sein“ (1. Kor. 15,28).

Wie eine „Hölle“ in die Bibel kam

Oft wird behauptet, dass von einer Hölle doch in der Bibel die Rede sei. In der Tat taucht in einigen Bibelübersetzungen dieser Begriff auf – aber auch zu Recht? Zunächst ist sonderbar, dass völlig verschiedene Begriffe mit „Hölle“ übersetzt wurden bzw. eine Hölle beschreiben sollen. Welche sind das und was sagen sie eigentlich aus?

Hades

Der Hades des NT ist die Übersetzung von Sheol aus dem AT (Ap. 2,27, Ps. 16,10). In den Hades/Sheol kommen die Seelen aller Menschen nach dem Tod (Ps. 30,3; 49,15; 86,13; 89,48; Spr. 23,14; Joh. 5,28-29; Ap. 2,31). Die Seele ist entstanden durch die Verbindung von Geist und Körper (1. Mose 2,7) und ist folglich nicht mehr existent, wenn Geist und Körper nach dem Tod getrennt werden. Das wird auch durch die wörtlichen Übersetzungen von Hades und Sheol ausgedrückt: Hades bedeutet „Unwahrnehmbares“ und Sheol „Fragliches“. Es ist also fraglich, wo die Seele nach dem Tod ist, sie ist nicht mehr da, also nicht mehr wahrnehmbar, wenn das Blut nicht mehr im Körper zirkuliert (vergleichbar mit elektrischem Licht, nachdem der Stromfluss unterbrochen wurde). Der Todeszustand im Hades wird auch mit dem Schlaf verglichen (1. Thess. 4,14; 1. Kor. 11,30). Dieser Zustand wird für jeden ein Ende haben: „Jehova tötet und macht lebendig; er führt in den Scheol hinab und führt herauf“ (1. Samuel 2,6). Im AT ist von Qualen im Sheol nie die Rede, im Hades des NT ebenfalls nicht, abgesehen von der Verwendung des Begriffs Hades in einem Gleichnis. Wird aber diese Rede Jesu vom reichen Mann und armen Lazarus (Luk. 16,19 ff) angemessen, d.h. als Gleichnis, interpretiert, löst sich jeder Widerspruch auf (hier ausführlich erklärt).

Betrachtet man nur die Ursprungsbedeutung von „Hölle“, wäre diese Übersetzung sogar angemessen. Denn „Hölle“ entstammt dem Begriff „Hel“ (vgl. das engl. Hell), das etymologisch verwandt ist mit bergen, verhüllen, Höhle, Hülse, Helm. In alten Bauernhäusern wurde mit „Hölle“ daher auch der enge, „verborgene“ Raum zwischen Kachelofen und Wand bezeichnet. Auch unscheinbare, schmale Gässchen erhielten diesen Namen. Es hätte also sogar eine passende Übersetzung von Hades (=Ungewahrtes, also Nicht-Wahrnehmbares) sein können, wenn der Begriff „Hölle“ nicht im Laufe der Zeit vor allem von heidnischen Religionen und Kulten mit Horrorvorstellungen gefüllt worden wäre. Daher ist diese Übersetzung nicht mehr zutreffend und irreführend.

Gehenna

Geenna (Gehenna) ist dagegen lediglich eine Ortsbezeichnung für ein Tal südlich von Jerusalem (heutiger Name: „Wadi er-Rababi“). Gehenna ist die griechische Form des hebräischen Gehinnom und bedeutet „Tal Hinnom (Ge-Hinnom)“. Auf historischen Karten von Jerusalem ist es eingezeichnet:

Hier ist auch ein Photo von dem, was einige Übersetzer in Mt. 5,22ff; Mt 18,9; Mt 10,28; Mt. 23,15; Mk. 9,43ff; Jak. 3,6 frei mit „Hölle“ übersetzt haben (Jerusalemer Bibellexikon, S. 344):

Wie kam es dazu? Dieser Ort hat zweifelsohne eine grauenvolle Vergangenheit. Zu alttestamentlicher Zeit wurden hier bei kultischen Handlungen dem Ammoniter-Gott Moloch Kinder geopfert (2.Könige 23,10). Dies geschah auf dem sog. „Thophet“ (wörtlich „Feuerstätte“), einer Höhe, die eigens zu diesem Zweck dort errichtet wurde. Diese Praxis wurde von den Israeliten unter der Regentschaft Solomons im 10. Jh v.Chr. und des Königs Menasseh im 7. Jh. v.Chr. weitergeführt bis in die Zeit des babylonischen Exils (6.Jh. v.Chr.). Der Prophet Jeremia, der diesen unsäglichen Brauch scharf verurteilte, nannte dieses Tal „Schlucht der Umbringung“ (Jer. 7,31-32; 19,5-9), weil nach dem Gericht Gottes über Jerusalem kein anderer Platz mehr sein wird, die Toten zu begraben (Jer. 19,6-11). So kündigte Jesaja an: „…und sehen die Leichen der Menschen, die da übertraten gegen Mich [Jahwe] … und sie werden zum abstoßenden Anblick allem Fleisch“ (Jes. 66,24). Diese Prophezeihung hat sich mit der Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezar II. 586 v.Chr. erfüllt.
Spätestens ab dem 8 Jh. v.Chr. diente das Tal als das wichtigste Begräbnisfeld Jerusalems, wie aus archäologischen Ausgrabungen hervorgeht (Jerusalemer Bibellexikon, S. 344). Außerdem wurden ständig Tierkadaver und Unrat verbrannt. Wo Feuer das Fleisch nicht vollständig vernichtete, dürften Würmer oder Maden dies übernommen haben. Was daher die Bibel über diesen Ort sagt, entspricht im Allgemeinen der traditionellen Auffassung, die in rabbinischen und anderen Schriften vertreten wird. Demnach diente das Hinnomtal als Müllgrube der Stadt Jerusalem. In J. B. Phillips’ „New Testament in Modern English“ wird das Wort Gehenna in Matthäus 5,30 mit „Schutthaufen“ wiedergegeben. Der Jude David Kimchi (ca. 1160 bis 1235) kommentiert Psalm 27,13 so: „In der Umgebung von Jerusalem existiert ein widerlicher Ort, in den man unreine Dinge und Leichname hinabwarf. Ebenso war dort ein ständiges Feuer, um die unreinen Dinge und die Knochen der Leichname zu verbrennen.“
Im Neuen Testament wird von Jesus 11mal auf diesen unheimlichen Ort Bezug genommen. Er benutzt die in den Köpfen seiner Zuhörer vorhandenen Bilder von Feuer und Vernichtung, also das Bild des schändlichen Todes, um das Leben im Königreich als Alternative als noch erstrebenswerter darzustellen, das jedes denkbare Opfer lohnt (z.B. Mrk. 9,43-48). An diesem Königreich teilzunehmen, war Generationen von Juden ein großes Ziel – es nicht erleben zu können, wäre eine große Strafe.

Festzuhalten ist an dieser Stelle, dass der biblische Befund eindeutig ist:
1) Die Bibel beschreibt an keiner Stelle, dass in der Gehenna jemand gequält wird (schon gar nicht nach dem Tod); auch angekündigt wird das nie, weder von den Propheten noch von Jesus. Die Gehenna in der Bibel ist ein Freiluftkrematorium, nicht mehr und nicht weniger.
2) Angesprochen sind außerdem nur Angehörige des Volkes Israel in einem bestimmten Kontext, sowohl im AT als auch im NT. Daraus einen Ort der „ewigen Verdammnis“ ganz allgemein für Gott ferne Menschen zu machen, ist auch aus diesem Grund nicht gerechtfertigt.

Dass dieses Tal dennoch mit einer „Hölle“ in Verbindung gebracht wurde, liegt neben möglichem Wunschdenken an jüdischen Fabeln und Sagen: Beispielsweise soll es laut Talmund (ab 200 n.Chr. entstanden) in dem Tal Hinnom zwischen zwei Palmen ein Erdloch geben, aus dem Rauch aufsteige. Dies, so wird fabuliert, soll der Eingang zu einer Hölle sein (F. Rienecker, Lexikon zur Bibel, Stichwort Hinnom-Tal). Weiterhin machte man in den kultischen Büchern „4. Buch Esra“ und in den „Sibyllinischen Orakeln“ (beide um 100 n. Chr. entstanden) die Gehenna zu einem zukünftigen Strafort (siehe wikipedia). Jeder, der von einer Qualhölle redet und damit die Gehenna meint, sollte also wissen, dass er den Boden der Bibel verlässt und außer-biblische Geschichten verbreitet.

Um die Höllenvorstellung trotzdem zu rechtfertigen, wird gerne auf die Formulierung „Heulen und Zähneklappern“ (besser: Jammern und Zähneknirschen) verwiesen, die 7mal im NT auftaucht (wie in Mt. 8,12). Hier ist aber nicht von der Gehenna die Rede, sondern teils von Finsternis, die auf einem Feuerfriedhof nicht herrschen kann. Zudem wäre es eine verantwortungslose Verharmlosung von Zähneknirschen zu sprechen, würde Jesus hier vor den Qualen einer „Hölle“ warnen, die viele damit beschrieben sehen wollen. Richtig ist, dass Jesus mit verschiedenen Bildern vor der Alternative zum Leben im Königreich gewarnt hat. Diese Redeweise steht also für den Kummer und die Verzweiflung derer, die vom Königreich (im Bild: ein hell erleuchtetes Festbankett) ausgeschlossen werden (im Bild: Dunkelheit außerhalb), ausgeführt in einigen Gleichnissen (Mt. 22,13; 25,30). Zähneknirschen und Jammern symbolisieren dabei Selbstvorwürfe.

Feuersee

Der Feuersee“ oder „Zweite Tod nach dem letzten Gericht in der Offenbarung (Kapitel 20:14) wird zwar nicht auch noch mit „Hölle“ übersetzt, aber doch oft damit inhaltlich gleichgesetzt, obwohl wieder ein völlig anderer Zusammenhang vorliegt. Es geht hier nicht mehr um ein Ort auf der zu diesem Zeitpunkt vergangenen Erde, wie die Gehenna, sondern um das Leben auf der Neuen Erde.
Ein Feuersee wird noch an anderer Stelle erwähnt: Dort werden drei Wesen, das „wilde Tier, Satan und der falsche Prophet“ für die Äonen der Äonen gequält (d.h. zeitlich begrenzt, Offb. 20,10; oft aber übersetzt mit „Ewigkeit“). Nie ist jedoch davon die Rede, dass Menschen dort gequält werden.
Die Bibel berichtet also davon, dass nach dem Millennium (1000-jähriges Königreich, Offb. 20,6) alle, die nicht im Buch des Lebens stehen, für das Gericht auferstehen werden. Jeder wird dann entsprechend seiner Werke, also individuell, zurecht gebracht (Offb. 20,12). Danach wartet der „Feuersee“ auf sie (Offb. 20,15).
Dieser ist aber nach Meinung vieler grundtextnaher Ausleger nicht buchstäblich zu sehen, sondern als Bild (also Erklärung) für den zweiten Tod, denn es heißt in V.14: „Dies ist der zweite Tod: der See des Feuers“. Der buchstäbliche zweite Tod wird also beschrieben mit „See des Feuers“. Des Weiteren ist dort zu lesen, dass auch der Hades und der erste Tod in diesen Feuersee geworfen (Offb. 20,14) werden – also kann das Feuer nicht buchstäblich sein. Plausibel ist, dass es ein Symbol für die reinigende Präsenz Gottes ist; so spricht u.a. Heb. 12,29 davon, dass Gott selbst „verzehrendes Feuer“ ist, mit dem z.B. schlechte Werke verbrannt werden (vgl. 1. Kor. 3,15).
Klar ist auch, dass der zweite Tod ein Ende haben wird. Der Apostel Paulus durfte weiter sehen als Johannes, der die Offenbarung verfasst hat: In 1. Kor. 15,26 schreibt Paulus, dass nach dem Abschluss aller Äonen auch der Tod, als letzter aller Feinde Gottes, aufgehoben wird. Da der erste von zwei Toden nicht der letzte ist, spricht Paulus also hier von dem zweiten Tod, denn ansonsten wurde es den Tod ja immer noch geben. So wird sich also erfüllen, was Gott verheißen hat: „Demnach nun, wie es durch die eine Kränkung [Adams] für alle Menschen zur Verurteilung [zum Tod] kam, so kommt es auch durch den einen Rechtsspruch [durch Jesu Tod] für alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens“ (Rö. 5,18; 1. Kor. 15,22, Gal. 2,16).

Tartarus

Manchmal wird auch unter Tartarus eine Hölle verstanden. Der Begriff taucht nur einmal im NT auf (2. Petrus 2,4), und zwar als ein nicht weiter beschriebener Ort in dem Boten (Engel) bis zum Gericht aufbewahrt werden. Alles weitere ist Spekulation.

Ewige Pein?

Mt 25,46 stellt das äonische Leben der äonischen Strafe gegenüber. Übersetzt wurde dabei „äonisch“ oft mit „ewig“ und „Strafe“ mit „Pein“ und so entstand der Eindruck, dass endlose Qualen auf bestimmte Menschen zukommen.

Hier liegt ein sehr verbreitetes Missverständnis vor. Das Adjektiv „aionion“ (äonisch) bezieht sich auf Äon. Ein Äon ist ein langer Zeitabschnitt mit Anfang (1. Kor. 2,7) und Ende (Abschluss des Äons: Mt. 13,39; 13,49; 24,3; Hebr. 9,26, 1.Kor. 10,11). In Mk. 10,30 wird das äonische Leben auf den kommenden Äon bezogen, es ist also ebenfalls zeitlich begrenzt. Das sog. „ewige“ Leben ist also keineswegs endlos, wie oft geglaubt wird.

Israel hat das Königreich auf der Erde erwartet. Jesus ist gekommen, um dieses aufzurichten. Es ist das Leben in diesem Äon, um das es in den Evangelien geht. Die Menschen, die das äonische Leben nicht erhalten, leben während dieser Zeit nicht. Sie sind damit zwar gestraft, landen aber keinesfalls in einer Hölle. Es geht nicht um endgültige Rettung. Diese erfolgt nach dem Königreich nach der Zurechtbringung durch das Gericht vor dem „großen weißen Thron“ (Off. 20,11 mit 2. Petrus 2,9).

Mehr zur Bedeutung von „äonisch“ siehe hier.

Einwände

Aber wenn der Mensch nicht will?

Nach Lehre vieler christlichen Gemeinden stellt Gott jeden Menschen mindestens einmal im Leben vor die Entscheidung, sich für oder gegen Ihn zu entscheiden. Sie meinen, wenn sich der Mensch dann bei der zuletzt getroffenen Entscheidung negativ entscheidet, er unweigerlich die Folgen tragen müsse, die nach Anhängern der Höllenlehre ewige Höllenqualen sind. Würden dagegen alle Menschen trotz anderer Entscheidungen und Handlungen letztlich doch in die Gemeinschaft mit Gott geführt, würde der Mensch in seinem Willen nicht ausreichend respektiert werden. Ihre These lautet, dass Liebe auf beiden Seiten einen freien Willen erfordere. Dieser Auffassung liegt der Arminianismus zu Grunde, der von Arminius (geb. 1559 in Holland) durch die Auseinandersetzung mit dem Calvinismus entwickelt wurde und der als Ursprung für das Dogma des freien Willens gelten kann.

  • Viele Vertreter der Allaussöhnung können die Theorie des Freien Willens des Menschen in der Bibel in der Tat nicht erkennen. Sie weisen statt dessen darauf hin, dass Gott Menschen beruft, die dann Gott erkennen könnten; d.h. dass kein Mensch jemals Gott ablehnt hat, dem Er sich offenbart hat. Die Rettung hängt also nicht davon ab, ob der Mensch Gott (in einer angeblich freien Entscheidung) ausgewählt hat, sondern Gott ziehe jeden Menschen zu einem vorbestimmten Zeitpunkt zu sich. Der Mensch ist von Gott abhängig, nicht umgekehrt. Menschen können auch gar keinen freien Willen haben, da sie im Unterschied zu Gott kausal handeln, also alle Entscheidungen eine Ursache haben (die gottbestimmt sind), die aber zum Zeitpunkt der Entscheidung oft unbewusst sind, wodurch die Illusion eines freien Willen entsteht. Objektiv betrachtet ist nur Gott allein nicht kausal und daher kann nur Gott einen freien Willen haben. Sie fragen auch, was mit den vielen Menschen passieren soll, die von Jesus Christus in ihrem Leben nie oder nur verzerrt gehört haben oder die die Botschaft nicht verstanden haben, also für die angenommene Entscheidung nur eine mangelhafte Informationsgrundlage hatten (ausführlich hier).

Wäre Gott ungerecht?

Kritiker der Allaussöhnung weisen außerdem auf die ihrer Meinung nach vielen Bibelstellen im Neuen Testament hin, wo von einer Scheidung zwischen Gerechten und Ungerechten gesprochen würde – Gerechte würden das „ewige“ Leben erhalten, während alle anderen dann in einer Hölle „ewig“ gequält werden müssten. Ebenso meinen sie, dass eine Läuterung nach dem Tod biblisch nicht belegt ist. Weiter behaupten sie, dass die Allaussöhnung zwar Gottes Liebe betone, aber seine Heiligkeit und seine Gerechtigkeit ganz in den Hintergrund stelle.

  • Dagegen wird eingewandt, dass Gottes Gerechtigkeit nicht mit primitiven menschlichen Rachegedanken verwechselt werden kann, sondern tiefer geht. Wenn stimmt, was die Bibel sagt, dass Gläubige ganz passiv von Gott „vor dem Niederwurf der Welt auserwählt“ (Eph. 1,4) werden, Gott sie lediglich „vorgezogen hat zur Rettung“ (2. Thess. 2,13) und dass die, „die Er vorherbestimmt, auch beruft; und die Er beruft, auch rechtfertigt“ (Römer 8,30), wäre es vielmehr ungerecht, wenn Er diejenigen, die nicht schon während ihres Lebens berufen wurden, dafür auch noch endlos gequält werden, wie die Höllenlehre behauptet. Die Sünde kam ja auch laut den Aussagen der Bibel durch Adam in die Welt, also passiv für alle nachfolgenden Menschen, ohne dass die Menschheit dafür etwas konnte. Die Bibel sagt daher gerechterweise, dass genauso passiv die Macht der Sünde gebrochen wird: „Demnach nun, wie es durch die eine Kränkung [Adams] für alle Menschen zur Verurteilung [zum Tod] kam, so kommt es auch durch den einen Rechtsspruch [durch Jesu Tod] für alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens“ (Rö. 5,18; 1. Kor. 15,22, Gal. 2,16).
    Wenn außerdem in den Evangelien in einigen Übersetzungen von „ewigem“ Leben oder „ewiger“ Strafe die Rede ist, wird im Grundtext der Zeitbegriff äonisch verwendet (siehe Link). Mit „endlos“ bzw. „ewig“ wurde hier aber falsch übersetzt, denn „äonisch“ bedeutet schlicht, dass sich hier etwas auf bestimmte Äonen bezieht. Das äonische Leben ist also das Leben in den Äonen des 1000-jährigen Reiches und der Neuen Himmel und Neuen Erde. Ausgewählt werden Menschen dann von Gott zu Aufgaben während des äonischen Lebens. Nach dem Tod während dieser Zeit, also der äonischen Strafe, kann für bis dahin Ungläubige daher sehr wohl eine Zurechtbringung stattfinden.

Wäre Gott machtlos?

Des Weiteren widerspricht nach Meinung der Anhänger der Höllenlehre das Verneinen einer endgültigen Verdammung der Allmacht und dem Absolutheitsanspruch Gottes. Gott würde gegenüber den Gottesleugnern und Gottesfeinden ohnmächtig werden. Diese könnten gegen Gott sündigen und gleichzeitig Gott höhnen und sagen, er müsse sie zuletzt doch in seinen Himmel aufnehmen.

  • Wenn dagegen die Bibel sagt, dass Gott „will, dass alle Menschen gerettet werden“ (1. Tim. 2,4), wird Gott dies auch mit jedem Menschen erreichen. Gottes Allmacht zeige sich gerade darin, dass Er auch durchführen kann, was Er sich vorgenommen hat. Außerdem entspricht es Gottes Eigenschaften, dass er sich allen seinen Geschöpfen gegenüber barmherzig und gnädig verhält (denn niemand kann sich selbst retten). Sie verweisen beispielsweise auf Römer 9, wo ausgesagt wird, dass selbst Gotteslästerer wie Pharao in ihrer Ablehnung von Anweisungen dennoch Gottes Wille durchführen müssen. Sie fragen außerdem, ob es mit Gottes Gerechtigkeit zu vereinbaren ist, wenn Gott Menschen für Sünden, die maximal ein Menschenleben dauern können, eine endlose grausame Strafe anordnen würde.

Ist Mission noch sinnvoll?

Anhänger der Höllenlehre sind besorgt, dass die Motivation der Missionare erlahmen könnte, denen das Christentum zu bringen, die sonst Gott nicht kennenlernen würden. Wozu sollte man das Evangelium predigen, wenn ohnehin alle erlöst werden und niemand vor einer Hölle bewahrt werden müsste?

  • Andererseits stellt sich aber die Frage, ob die Erwartung eines bösen Endes für einen Teil der Menschen überhaupt eine geeignete Motivation ist, anderen Menschen einen liebenden Gott nahe zu bringen. Es ist doch sehr fraglich, ob mit der Drohung einer Hölle (die oft nicht mehr direkt ausgesprochen wird) Menschen dazu gebracht werden können, Gott zu lieben. Vertreter der Allaussöhnung sehen sich natürlich auch in der Pflicht, anderen Menschen die wirklich frohe Botschaft von einem liebenden Gott nahezubringen – darin sehen sie sich aber als Werkzeuge Gottes, um die Allaussöhnung zu erreichen. Die Motivation aber, andere vor einer „Hölle“ zu bewahren, sehen sie nicht als zielführend an. Auch kirchengeschichtlich ist die Behauptung abwegig, denn zu den ersten deutschen Missionaren überhaupt gehörten Pietisten (z.B. Johann Martin Mack, 1715-1784 oder Christian Gottlob Barth, 1824-1838), die die Höllenlehre als unbiblisch ablehnten [33; S.162,242].

Entspricht die Allaussöhnung menschlichem Wunschdenken?

Eine Bemerkung, die außerdem oft zu hören ist, lautet: „Allaussöhnung entspricht doch sehr menschlichen Wünschen und Sehnsüchten“.

  • Diese Meinung ist bei näherer Betrachtung ein Trugschluss: Unseren natürlichen Wünschen entspricht doch vielmehr, uns abzugrenzen von anderen und besser dastehen zu wollen. Es gefällt dem Menschen sehr zu denken, dass er als Einzelner gerettet wird und die anderen, die nicht so sind, bestraft werden. Wer sich stattdessen von Herzen wünscht, ja eine Sehnsucht danach hat, dass alle gerettet werden, der hat sich als dieser Einzelne überwunden. Dieser Mensch durfte dann seinen natürlichen Egoismus bezwingen. Begreift man dagegen sein eigenes Christsein als mühsames Halten von Regeln, als eine Reihe von Entsagungen mit neidischen Blicken auf die, die so leben „dürfen“, wie man es selber gerne machen würde, der wird die Allaussöhnung ebenfalls als unmöglich ansehen. Denn dieser denkt insgeheim, dass man sich den Himmel erarbeiten muss. Der Übeltäter und Ignorant aber, der sich dem verweigert, darf doch nicht irgendwann genauso von Gott geliebt werden, wie man selbst! Dann wäre das eigene Abmühen doch umsonst gewesen, und das kann nicht sein! Das versteht der natürliche Mensch unter Gerechtigkeit.
    Den Geist der Versöhnung dagegen hat der Mensch, dem seine Familie ermordet, sein Haus abgebrannt und all seinen Besitz genommen wurde und der dem Täter trotzdem die Versöhnung durch Gott wünscht. Das kann der natürliche Mensch nicht – denn der würde hoffen, dass der, der ihm Übles getan hat, nie mit Gott versöhnt würde, sondern in einer Hölle bei möglichst großen Qualen ewig schmoren möge. Sich stattdessen Allaussöhnung wirklich zu wünschen, kann nur das Ergebnis des Wirken Gottes im Menschen sein und ist oft erst als reifer Christ möglich. Niemand schüttelt das aus dem Ärmel, denn der Gedanke der Aussöhnung aller Menschen mit Gott widerspricht der Natur des Menschen. Ohne jeden Bibelvers würde jeder Mensch sofort die Allaussöhnung verwerfen. Wer also die Allaussöhnung nicht wahr haben will, ist oft ohne Anstrengung seinem natürlichen Reflex gefolgt.

Auswirkungen

Von Historikern wird auf die Ähnlichkeit der Höllenlehre in älteren heidnischen Kulten und Religionen hingewiesen, beispielsweise im Zoroastrismus, Manichäismus, Hinduismus und später Buddhismus und Islam. Während die „Hölle“ in den skandinavischen Mythen noch ein kalter, eintöniger und frostiger Platz war, ist im Mithraskult des Römischen Reichs, der kurz vor Entstehung des Christentums verbreitet war, schon von Feuer in ihrer Hölle die Rede, mit dem die Sünder gequält werden. Die Drohung mit der Vorstellung einer Strafanstalt für ignorante Nichtmitglieder oder Unfolgsame der jeweiligen Religion lassen sich zurückverfolgen bis zu Vorstellungen der Vorzeit (1800 v.Chr.), wie dem Zoroastrismus, der ein Endgericht mit dem möglichen Ausgang einer „Hölle“ vorsieht („The History of Hell„, S.17). Vertreter der Allaussöhnung gehen daher von einer Übernahme dieser älteren, heidnischen Vorstellungen in das Lehrgebäude des Christentums aus und versuchen dagegen anzukämpfen.

Im Gegensatz zu all diesen Religionen kennt die Bibel den Horror einer endlosen Höllenqual mit einem bedrohlichen und rachsüchtigen Gott nicht und unterstreicht damit ihre einzigartige Sonderstellung. Wird dieses falsche Gottesbild dennoch verinnerlicht, kann dies die menschliche Psyche verformen, eine Abwehrhaltung verursachen und die Erkenntnis des Gottes der Bibel wesentlich erschweren. Der Philosoph Bertrand Russell meinte beispielsweise in „Warum ich kein Christ bin“: Ich muss sagen, dass diese ganze Lehre vom Höllenfeuer als Strafe für die Sünde eine grausame Lehre ist. Sie hat Grausamkeit in die Welt gebracht und für Generationen unbarmherzige Folgen.

Die Grundannahme, ob Gott eher mit Hoffnung und Liebe oder eher mit Strafe verbunden wird, schafft erhebliche Unterschiede. Psychiater, wie Frank-Gerald Pajonk, stellen fest, dass eine enge Religiosität mit der „Betonung von Schuld, Verbot und Strafe“ die Entstehung von Angst- und Zwangserkrankungen und Depressionen fördern kann (taz vom 28.11.08).
Durch die gewaltsame Verpflanzung dieser Lehre in das Christentum ist also ein immenser Schaden entstanden, denn Gott wurde unglaubwürdig: Statt den Gott der Gnade und Liebe herauszustellen, wurde die Krampftheologie der ewigen Verdammnis entwickelt, mit einem kalten, unbarmherzigen Gott, der seine eigenen Geschöpfe unendlich lange quält.

Geschichte der Allaussöhnung

Die grundsätzliche Sicht der Allaussöhnung hat im Christentum eine lange Tradition, gleichwohl die biblische Begründung nicht immer in allen Punkten gleich war; verbunden hat entsprechende Ausleger aber die Ablehnung der Lehre der Hölle (endlose Qual) bzw. der Vernichtungslehre der Zeugen Jehovas (endloser Tod, Annihilationismus). Alle drei Hauptrichtungen sind seit Beginn des Christentums bekannt. Im New Schaff-Herzog Encyclopedia of Religious Knowledge, Vol. XII, Seite 96 heißt es: „In den ersten fünf oder sechs Jahrhunderten gab es sechs theologische Denkschulen, von denen vier (Alexandria, Antiochien, Cäsarea und Edessa bzw. Nisisbis) die Allaussöhnung lehrten, eine (Ephesus) vertrat die bedingte Unsterblichkeit (Annihilationismus); eine (Kathargo/Rom) lehrte die endlose Bestrafung der Bösen.“

Siehe ausführlich hier.

Andere Begriffe

Allaussöhnung ist nicht (völlig) identisch mit Allversöhnung, christlichem Universalismus, Allerlösung oder Apokatastasis panton („Wiederbringung Aller„, WA) obwohl die Begriffe oft synonym verwendet werden.

  • Allaussöhnung – Der Begriff “Allaussöhnung“ entstammt der neutestamentlichen Aussage, dass Gott in Zukunft „das All mit sich aussöhnen“ wird. (Kol. 1,20). Zentral in diesem Zitat ist der Verb „aussöhnen von allem“ (gr. apokatallasso pas: Strong 604) , im Gegensatz zu „versöhnen“ (gr. katallasso) oder “sühnen“ (gr. hilaskomai). „Apokatallasso pas“ kann nach Wortteilen übersetzt mit „Herab-ab-ändern des Alls“ wiedergegeben werden.
  • Allversöhnung – Versöhnung ist im Unterschied zur Aussöhnung nur einseitig und wird nach folgender Stelle als schon geschehen betrachtet: „Denn wenn wir, als wir Feinde waren [also als Nichtchristen], mit Gott durch den Tod Seines Sohnes “versöhnt“ (gr. katallasso) wurden, wieviel mehr werden wir, nun versöhnt (gr. katallasso), in Seinem Leben gerettet werden!“ (Römer 5,10). Von Aussöhnung kann demnach erst bei einer beidseitigen Versöhnung gesprochen werden; Allversöhnung ist in diesem Sinn die schon geschehene Vorbereitung der Allaussöhnung.
  • Apokatastasis panton – Die griechischen Begriffe bedeuten übersetzt „Wiederbringung Aller“ (WA) und entstammen Apostelgeschichte 3,21 (Strong G605): „Ihn (Jesus) muss der Himmel aufnehmen bis auf die Zeit, da „alles wiedergebracht“ wird, wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn“. Im Unterschied zur Allaussöhnung, die von einem noch nie da gewesenen Endzustand ausgeht (also nicht von einer Wiederbringung redet), spricht diese Stelle nach Meinung vieler Ausleger von der Wiederherstellung der Theokratie im 1000-jährigen Reich. Mit der Verkündigung der Allaussöhnung ist außerdem in konkreter Form nur der Apostel Paulus beauftragt (z.B. Römer 16,25 ff).
  • Allerlösung – ist theologisch-inhaltlich mit Allaussöhnung gleichzusetzen, betont aber stärker, dass das Planen und Handeln Gottes nicht von der Reaktion des Menschen abhängt: Gott erlöst durch Offenbarung seiner selbst, der Mensch wird dadurch erlöst von alten Zwängen wie Endlichkeit und Sündenfolgen [52].

Links zur Allaussöhnung

Heinz Schumacher: Das biblische Zeugnis von der Versöhnung des Alls (pdf)

Ernst F. Ströter: Das Evangelium von der Allversöhnung in Christus (pdf)

Karl Geyer: Ewiges Gericht und Allversöhnung (pdf)

Willy Dick: Lehrt die Schrift die Allaussöhnung?

Martin Zender: Ein fiktives Interview…

CVJM: Endlich mal ehrlich glauben! Ein YouTube-Video – Siegfried Zimmer von worthaus.org (von ca. der 6. Minute bis 48.) u.a. zum „universellen Heilswillen“.

Evangelisches Sonntagsblatt Bayern: Versöhnung ist allumfassend

Evangelisches Gemeindeblatt für Württemberg: Jürgen Moltmann, ev. Theologe von Weltrang in Der Weg zum Himmel: „Die neue Welt Gottes ist der Himmel auf Erden, und es gibt in ihr keine Unterwelt des Todes und der Hölle mehr“, Teil 2, 3, 4

Ein ev. Kirchenbote: Höllenlehre hält sich nicht, weil gemeint wird, dass sie biblisch ist…

Martin vom Blog „Wider and Deeper“: Wenn die Hölle zufriert

Ein „Netzwerk von Jüngern Jesu“: Hölle ist unbiblisch

Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen: Relativ gute Ausarbeitung zur biblischen Allversöhnung, leider aber mutlos unentschieden endend

Kernbeisser Ein YT-Video zum Thema

Kirche+Welt (Zeitschrift der Evanglisch-Methodistischen Kirche): Die Hölle ist leer!

Walter Hinks (Christadelphians): Die Hölle – ein Ort ewiger Qual? (pdf)

Deutsche Artikel auf einer amerikanischen Internetseite zum Thema Allaussöhnung

Aus Taizé: Muss ein Christ an die Hölle glauben?

Hans Urs von Balthasar, der einflussreiche katholische Theologe, nähert sich mutig der Sicht der Allversöhnung/Apokatastasis an (ab S.8). Respekt!

Das unbiblische, jüdische Buch Henoch – eine Grundlage für den Horror der Höllenlehre im Juden- und Christentum

taz mag: Die Hölle in der „Göttlichen Komödie“ von Dantes entspringt muslimischen Legenden – letzlich aber wohl den Mandalas des Hinduismus mit den bunten Bildern von Himmel und Hölle.

Artikel in wikipedia zum Thema Allaussöhnung, an dem sich dieser Text anlehnt.

Allversöhnung – eine Freudenbotschaft!

Bücher zur Allaussöhnung

[54] Jens Adam: Paulus und die Versöhnung aller, eBook, Neukirchener Verlag, 2009: Eine preisgekrönte Doktorarbeit zum paulinischen Heilsuniversalismus, die widerlegt, dass in den Paulusbriefen auch die Höllenlehre eine mögliche Interpretation ist. Empfehlung!

[52] Christine Janowski: Allerlösung, Neukirchener Verlag, 2003 (Annäherung an eine entdualisierte Theologie – Hrsg. von Wolfgang Huber, Bertold Klappert, Hans Kraus, Jürgen Moltmann und Michael Welker). Empfehlung!

[9] Ströter, Ernst F.: Das Evangelium Gottes von der Allversöhnung in Christus, Philemon Vlg., Mühlheim, 2002

[2] Petry, Paul: Allaussöhnung, Tod und letzte Dinge, 3. Aufl., Pforzheim: Konkordanter Verlag Pforzheim, 1986

[8] Michaelis, Wilhelm Prof.: Versöhnung des Alls – Die frohe Botschaft von der Gnade Gottes, Grümlingen/Bern, Verlag Siloah, 1950

[57] Andrew Jukes: Der zweite Tod und die Wiederbringung aller Dinge (Abschrift im Internet!), Fotomechanische Vervielfältigung der letzten deutschen Auflagen 1912 und 1927, hrsg. von Freunden der Jukes`schen Schriftlesung (1987), Stuttgart, Orginal „The second death and the restitution of all things“ (1867), Meilenstein aus England.

[50] Jürgen Moltmann: Das Kommen Gottes: Christliche Eschatologie, Gütersloh, 1999 (Der renommierte ev. Theologe erwartet, dass Jesus im Endgericht die Feindschaft und nicht die Feinde „tötet“, sondern diese durch die Kraft seiner Liebe verwandelt).

[24] Prof. Alan E. Bernstein: The Formation of Hell: Death and retribution in the ancient and early Christian worlds, Cornell University Press, Ithaca/New York, 1993

[25] Turner, Alice K.: The History of Hell , Harcourt Brace & Company, New York/San Diego/London, 1993 (Zur Legendenbildung der „Hölle“; angefangen vom Gilgameshopus und Zoroastismus in der Vorzeit bis hin zum unheilvollen Einzug in die heutige Theologie)

[26] Dearmer, Percy: The Legend of Hell, Nisbet & Co., London, 1932 (A Examination of the doctrine of everlasting punishment in the light of modern scholarship)

[36] David Hilborn (Hrsg.): Die Wirklichkeit der Hölle, 2004, Brunnen Verlag (Ergebnis einer engl. Arbeitsgruppe in der Evangelischen Allianz: Hilflose, aber einigermaßen sachliche Verteidigung der Höllenlehre – letztlich mit dem Kernargument der Tradition -S.172-, denn weder Gehenna -S.69-, Hades -S.72- noch Feuersee -S.77- können für die Höllenlehre herhalten).

[46] Hartmut Rosenau: Allversöhnung – Ein Transzendentaltheologischer Grundlegungsversuch, Gruyter Verlag, Berlin/New York, 1993

[47] Hans Urs von Balthasar: Kleiner Diskurs über die Hölle, Johannes Verlag Einsiedeln, 1999 (Der bekannte katholische Theologe nähert sich vorsichtig der biblischen Lehre der Allversöhnung)

[48] Hermann Schell: Gott und Geist, Minerva-Verlag, 1969 (Werk des katholischen Dogmatikers, das wegen der Tendenz zur Apokatastasis auf den Index gesetzt wurde.)

[49] Friedhelm Groth: Die „Wiederbringung aller Dinge“ im württembergischen Pietismus, Göttingen, 1983

[53] Gerhard Müller: Theologische Realenzyklopädie: Vernunft III – Wiederbringung aller, Walter de Gruyter & Co, 2000 (Voransicht; ab S.774).

[55] Gregory MacDonald: The Evangelical Universalist, Wipf and Stock Publishers, Eugene, USA, 2nd edition 2012: Der Publizist, der von der Allversöhnung überzeugt wurde, belegt, dass gerade evangelikale Christen die Bibel nicht anders verstehen können.

[56] Ekkehard Hirschfeld: Ernst Ferdinand Ströter: Eine Einführung in sein Leben und Denken (pdf), Dissertation an der Theologischen Fakultät der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald 2010; ab S. 563: Prof. Ströter erkennt die Allaussöhnung und kämpft gegen den Traditionalismus in der Gemeinschaftsbewegung; tiefer und spannender Einblick in die Konflikte und Denkschulen der Evangelikalen in Deutschland und den USA bis 1920.

[58] Wes Fahlenkamp: Jesus and Hitler: Salvation for the Worst of us, Salvation for all of us through the Saviour of the World, USA, 2013; auch als eBook